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Prof. Dr. Nick Gehrke

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Teil IV der Serie "Das Digitale Audit von SAP Prozessen im Verkauf"

Der heutige Blog Post erklärt drei interessante Indikatoren aus dem Bereich Prüfung von ausgehenden Rechnungen im Verkauf.

 

1. Das Digitale Audit von SAP Prozessen im Verkauf
2. So prüfen Sie automatisiert Stammdaten im Verkauf
3. Prozessprüfung im Verkauf: Am Anfang stehen Aufträge und Lieferungen
4. Leistung erbracht: Prüfung von debitorischen Rechnungen
5. Hier fließt das Geld: Eingehende Zahlungen prüfen
6. Achtung Ausreißer! So entdecken Sie exotische Prozesse
7. Das sollte Sie nicht interessieren: SAP Datenstruktur im Verkauf
8. So prüfen Sie die tatsächliche Funktionstrennung im Verkauf
9. Schluss mit der Automatisierung: Professional Judgement im Verkauf

 

Bevor Sie sich in den Details zu den Indikatoren vertiefen, empfehle ich Ihnen, sich Das Konzept der Indikatoren in Teil 2 unserer Serie zur Prüfung von Verkaufsprozessen in SAP anzusehen.

 

Drei TOP Indikatoren für ausgehende Rechnungen

Wie bereits beschrieben, sind alle Indikatoren jeweils einem Prozess, einem Prozessbereich, einem Prüfungsziel und einem Risiko zugeordnet. Im Folgenden werden drei ausgesuchte Indikatoren aus dem Bereich ausgehende Rechnungen vorgestellt. 

Insgesamt habe ich 40 Indikatoren für den Verkaufsprozess entworfen und implementiert. Die Details zu allen Verkaufsindikatoren können Sie hier downloaden.

 

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Umsatz ohne Ausgangsrechnung

Dieser Indikator ist dem Prüfungsziel Ordnungsmäßigkeit zugeordnet.

Es besteht das Risiko, dass ein Umsatz ohne Rechnung gebucht wurde.

Der Beleg wird markiert, weil dieser einen Erlös/Ertrag (GuV-Konto im Haben) bucht und bei dem Konto des Erlöses in >90 Prozent der Fälle eine Buchungszeile in dem Beleg existiert, welche einem debitorischen Posten im Soll entspricht (also eine debitorische Rechnung). Bei dem Beleg fehlt aber der debitorische Posten im Soll.

 

Spät stornierte Ausgangsrechnung

Dieser Indikator ist dem Prüfungsziel Ordnungsmäßigkeit zugeordnet.

Es besteht das Risiko, dass abzuwertende Forderungen (spät) storniert werden und wieder neu eingebucht werden, um der Abwertung zu entgehen.

Der Beleg wird markiert, weil dieser eine debitorische Position im Soll hat (=Forderung) und dieser Beleg mehr als 30 Tage nach seinem Buchungsdatum wieder storniert wurde. Ermittelt wird auch, wie viele Belege mit Forderungen desselben Kunden innerhalb von 14 Tagen nach Erfassungsdatum des Stornos eingebucht wurden.

 

Grenzüberschreitende Lieferung oder Leistung mit Umsatzsteuer

Dieser Indikator ist dem Prüfungsziel Ordnungsmäßigkeit zugeordnet.

Es besteht das Risiko, dass eine innergemeinschaftliche Lieferung nicht umsatzsteuerfrei behandelt wurde oder bei einer sonstigen grenzüberschreitenden Leistung innerhalb der EU nicht das Reverse Charge Verfahren angewendet wurde.

Der Beleg wurde markiert, weil der referenzierte Kunde ein Unternehmer ist (Datenfeld KNA1-STKZN) und in einem ausländischen Mitgliedsstaat sitzt (Datenfeld KNA1-LAND1) oder Lieferland und Bestimmungsland innerhalb der EU unterschiedlich sind (Datenfelder BSEG-EGLLD und EGBLD) und Umsatzsteuer (Datenfeld BSEG-MWSTS) fakturiert wurde.

 

Topics: SAP, Audit, Verkauf, Rechnung

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