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Prof. Dr. Nick Gehrke

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Teil I der Serie: "Der Aufsichtsrat sagt dem Wirtschaftsprüfer: Digitize your Audit"

There is something new: Die EU-Reform der Abschlussprüfung. 

In dieser dreiteiligen Miniserie erfahren Sie, warum der Aufsichtsrat den Abschlussprüfer zukünftig strukturierter und nachvollziehbarer auswählen muss. Dabei ist es wichtig, sich an einem Kriterienkatalog zu orientieren. Insbesondere werde ich den Fokus legen auf die Anforderungen an die digitale Kompetenz des Abschlussprüfers.

  1. Der Aufsichtsrat sagt dem Wirtschaftsprüfer: Digitize your Audit
  2. Kriterien für die Auswahl des Abschlussprüfers
  3. 10 digitale Fragen des Aufsichtsrates an den Abschlussprüfer

 

Die Anforderungen an den Abschlussprüfer steigen

Am 27.05.2014 wurden die geänderte Abschlussprüferrichtlinie und die EU-Verordnung zur Abschlussprüfung veröffentlicht. Ab 17.06.2016 gilt die neue EU-Verordnung zur Abschlussprüfung. Es wurden Ergänzungen für den Bereich der Abschlussprüfungen bei

Unternehmen von öffentlichem Interesse erlassen (Public Interest Entities). Die Ergänzungen präzisieren das Verfahren zur Auswahl des Jahresabschlussprüfers durch den Aufsichtsrat.

Dieses Auswahlverfahren soll transparenter und nachvollziehbarer werden. Insofern ist zu erwarten, das Anforderungen an Abschlussprüfer in Zukunft stärker expliziert werden. Hierzu gehören auch Anforderungen an digitale Kompetenzen in Bezug auf revisionsrelevante Datenanalysen und eine effiziente Abwicklung der Abschlussprüfung mit Hilfe von IT.

Betroffen sind Abschlussprüfungen von Unternehmen von öffentlichem Interesse - dies sind im Wesentlichen: Banken, Versicherungen und Unternehmen, die auf einem reguliertem Wertpapiermarkt Aktien oder Fremdkapital emittiert haben.

Wer genau wissen will, was ein regulierter Markt ist, kann dies in § 2 des Wertpapierhandelsgesetz (WpHG), insbesondere Absatz 5 erfahren. Dazu gehören auf jeden Fall die DAX Indizies (DAX30, M-DAX, S-DAX, Tech-DAX).

 

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