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Thomas Tiede

Teil IV der Serie: "Automatisierte Prüfung der Konfiguration und der Berechtigungen im SAP MM"

Der heutige Blog Post stellt Ihnen drei Prüfungshandlungen zu Bestellungen im SAP Einkauf vor.

 

1. Alles gut organisiert? Organisationsstrukturen im SAP MM prüfen
2. SAP Kreditorenstammdaten ordnungsgemäß schützen
3. So prüfen Sie den Freigabeprozess für Bestellanforderungen
4. Sind Ihre Bestellungen zum Besten bestellt?
5. Alles im Griff bei kritischen Warenbewegungen
6. So sichern Sie Ihre Rechnungsprüfung ab
7. Klare Verhältnisse bei der Erfassung der Inventur
8. Customizing im SAP MM auf den Prüfstand gestellt
9. Funktionstrennungen im Einkauf
10. Good Practices in Sachen Funktionstrennung zwischen Einkauf und Finanzbuchhaltung

 

Toleranzgrenzen für Preisabweichungen in Bestellungen

Bei der Bearbeitung von Bestellungen prüft das System, ob Toleranzgrenzen für die Preisabweichung (Toleranzschlüssel PE) eingestellt wurden, d.h. es wird der Effektivpreis einer Bestellposition (Preis, in den alle vorhandenen Konditionen eingerechnet wurden) mit dem im Materialstamm hinterlegten Bewertungspreis abgeglichen. Hiermit soll gesteuert werden, dass einerseits die Eingabe von Schätzpreisen vermieden wird, andererseits wird versucht, die Bewertung der Materialien einheitlich zu halten. Hierdurch können u.a. Bestellungen zu überhöhten Materialpreisen unterbunden werden.

 

SAP Berechtigungen zur Pflege von Bestellungen

Eine Bestellung ist eine rechtlich wirksame Willenserklärung. Mit der Bestellung wird mit einem Lieferant eine Vereinbarung getroffen, die in der Bestellung beschriebenen Waren oder Dienstleistungen zu den angegebenen Konditionen bereitzustellen. Über Belegarten und Einkäufergruppen kann einzeln berechtigt werden, welche Einkäufer für welche Bestellungen zuständig sind. Die Pflege von Bestellungen stellt eine sensible Berechtigung dar. Die Vergabe sollte nur an zuständige Mitarbeiter aus dem Einkauf mit einer Begrenzung der Berechtigung auf Einkäufer, Einkaufsorganisation, Werk und Belegart erfolgen. Ein nachgelagertes Freigabeverfahren sollte implementiert sein.

 

Freigabe von Bestellungen

Die Freigabe von Einkaufsbelegen (Bestellung, Kontrakt, Lieferplan, Anfrage und Dienstleistungserfassungsblatt) ist der Vorgang, bei dem die Richtigkeit der Belegdaten geprüft und vor der Übermittlung an den Lieferanten genehmigt wird. Ziel dieses Genehmigungsverfahrens ist es, manuelle Unterschriftsverfahren durch elektronische zu ersetzen. Jeder Einkaufsbeleg wird auf relevante Bedingungen hin überprüft. Bei Erfüllung der Bedingungen wird dem Beleg automatisch eine Freigabestrategie zugeordnet. Zur Definition einer Freigabestrategie werden Freigabegruppen angelegt, denen dann Freigabecodes zugeordnet werden können. Eine Freigabestrategie kann bis zu 8 Freigabestufen beinhalten.

 

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